Stobete
Dienstag, 28. Juli 2026
arthur#19 «Stobete» im Toggenburg
29.08 & 05.09. & 12.09.2026
Stubete*, im Toggenburg auch «Stobete», bezeichnet das gesellige Zusammensein von Freunden und Nachbarn in der Stube einer Gastgeberin oder eines Gastgebers. Der Ausdruck – für den es bereits Belege aus dem 15. Jahrhundert gibt, so 1456 für Zürich – findet sich vor allem in der östlichen Schweiz, in Zürich, Thurgau, St. Gallen und Graubünden. Die Stubete entwickelte sehr unterschiedliche Formen, von der gemütlichen Zusammenkunft von Frauen, die sich einer gemeinsamen Heimarbeit widmeten (Spinnstubete, Schleizstubete), über Lieder- oder Tanzabende (Singstubete) bis hin zu Anlässen religiösen Charakters in freikirchlichen Kreisen (Bettstubete, Stündlerstubete).
Kunst im privaten Raum
In der Stobete werden Besucher:innen, die es wünschen, selbst zu Beobachtenden und Dokumentierenden: Mit kleinen Kameras ausgestattet, halten sie ihre eigenen Wege durch den Raum fest. Aus diesen fragmentarischen Blicken entsteht im Nachgang ein verdichteter Film, der die Vielschichtigkeit der Begegnungen sichtbar macht und über den Moment hinausträgt. Zugleich verändert die Kamera den Blick – sie schärft die Wahrnehmung, verunsichert oder inszeniert und schreibt sich in das Verhalten der Anwesenden ein. So wird die Stube nicht nur erlebt, sondern auch reflektiert und neu erzählt.
Vier Stuben im Toggenburg
Samstag, 29.08.26, 12.00–18.00 Uhr
Stobete in Lichtensteig, Oberer Flooz 4248Lukas Huber nutzt eine offene, reduzierte Solo-(Anti-)Oper, um die Distanz zwischen Kunst und Publikum aufzulösen und eine verdinglichte Welt wieder sprechen zu lassen.
Kunstschaffende: Mario Baronchelli, Güttingen und St. Gallen & Gabriela Falkner, Herisau
Projekt «StobeteDJStickereiABB...undKunstüberall»
Mario Baronchelli und Gabriela Falkner interessieren sich für Fragen der Wahrnehmung, das Verhältnis von Sein und Schein sowie das Spiel mit Illusion und Irritation. Mit subtilen Eingriffen machen sie verborgene Bedeutungen des Alltäglichen in der Stube sichtbar.
Samstag, 05.09.26, 12.00–18.00 Uhr
Stobete in Ebnat-Kappel, Ebnaterstrasse 22
Kunstschaffender: Philip Dickmann, Wattwil
Projekt «Ein fragmentiertes Wohnzimmer Porträt»
Philip Dickmann verdichtet in einem zeichnerischen Wohnzimmerporträt die Lebenswelt der Bewohnenden so, dass Kunst und Realität ineinander übergehen und dadurch neue Perspektiven auf Raum, Identität und die «Stobete» als sozialen Begegnungsraum entstehen.
Stobete in Wattwil, Uelisbach, Waisenhausstrasse 15
Kunstschaffender: Oliver Zenklusen, Zürich
Projekt «le ciel quand les voisins font l’amour»
Oliver Zenklusen transformiert hörbare Intimität aus dem nachbarschaftlichen Alltag durch fotografische Himmelsbilder in einen poetisch geöffneten Raum, in dem sich private Erfahrung, kollektive Imagination und ästhetische Überhöhung überlagern.
Kunstvermittlung für alle
Samstag, 29.08.26, 09.30-11.30 Uhr
Lichtensteig, Hauptgasse 3
Samstag, 05.09.26, 12.00–18.00 Uhr
Ebnat-Kappel, Bahnhofplatz, Schuppen
An der Finissage finden die Strickarbeiten als Gesamtbouquet ihren Platz.
Finissage im Rathaus für Kultur, Lichtensteig
Samstag, 12.09.26, 16.00–20.00 Uhr
Podiumsdiskussion rund um «Kunst für die Öffentlichkeit im privaten Raum»,
Moderation: Christina Genova, Leiterin Ostschweizer Kultur, CH Regionalmedien AG
Teilnehmende: Vertreter:innen aus Kunstorganisationen, Kunstschaffende, Gastgeber:innen
Stobete – der Film von Hanes Sturzenegger, Lichtensteig
Enthüllung Blumenbouquet der Kunstvermittlung
Musikalische Intermezzi mit Elias Menzi am Hackbrett
Apéro
![]() |
|
|
![]() |
||
![]() |
![]() |
|
![]() |
ARNOLD BILLWILLER STIFTUNG |
|




