□JA □NEIN □VIELLEICHT

Sonntag, 6. März 2022

□ JA □ NEIN □ VIELLEICHT, Propstei St. Peterzell 

arthur#16 «□JA  □NEIN  □VIELLEICHT»:

26. August – 25. September 2022

Während die Kunsthalle[n] Toggenburg bis anhin Künstler*innen motiviert hat, ihr Werk für das jährliche Kunstevent in der Auseinandersetzung mit dem jeweiligen aussergewöhnlichen Ausstellungsort zu entwickeln, ermöglicht sie im Rahmen des 16. Projekts die Bespielung eines etablierten Ausstellungsraums.
Für arthur#16 spannt der Verein Kunsthalle[n] Toggenburg mit dem Verein Ereignisse Propstei St. Peterzell zusammen und realisiert in dessen Ausstellungsräumlichkeiten die Gemeinschaftsausstellung 2022 vom 26. August–25. September.

Die Kirche St. Peter und Paul mit Baujahr 1721-1723 und die Propstei von 1763/1764 gehören zu den augenfälligsten Objekten im Neckertal im Kanton St. Gallen. Mitten im Dorf St. Peterzell bilden die barocke Propstei und die hellen Fassaden der Kirche – total renoviert 2005 – ein einzigartiges Gesamtensemble.
Der Ausstellungsraum, ein urtümlicher Dachstock, zeichnet sich durch grobe Holzriemenböden, mächtige Balken und einen offenen Dachstuhl aus. Hier sollen Werke ihren Platz finden und Ideen Gestalt annehmen, welche in Ateliers und Werkstätten insbesondere in den letzten zwei Jahren entstanden sind. Zu einer breitgefächerten Ausstellung wollen wir Arbeiten fügen, die sich in dieser Zeit der individuellen, oft auf sich gestellten, Auseinandersetzung mit Entscheidungen entwickelt haben. 

Ausstellung 2022: 
□ JA □ NEIN □ VIELLEICHT

Entscheidungen prägen unser Leben. Unabhängig davon, ob wir sie aus freien Stücken oder unter Zwang treffen, sind sie das Resultat einer Ja-, Nein- oder Vielleicht-Antwort auf eine Frage, die wir uns stellen oder die uns gestellt wird.
Doch kennen wir die eigentliche Frage? Sind wir gewillt, uns mit ihr auseinanderzusetzen?
Spiegelt eine Ja- oder eine Nein- Antwort tatsächlich unsere Haltung? Weichen wir mit dem «Vielleicht» der Entscheidung aus? Entscheide ich?
Die letzten beiden Jahre – vielleicht in naher Zukunft als «Reifeprüfung der Gesellschaft» in den Geschichtsbüchern vermerkt – haben das «Vielleicht» als Option in den Hintergrund gedrängt, zeitweilen zum Verschwinden gebracht. Was bleibt ist schwarz-weiss und doch harrt die Frage einer Entscheidung.
Und der Blick nach vorne? Fast vergessene welt- und gesellschaftspolitische Herausforderungen rücken in den Vordergrund, andere Unsicherheiten machen sich breit, neue Entscheidungen fordern uns. Das Bedürfnis nach klaren Antworten, wird ein Wunsch bleiben.

Unendlich Raum für künstlerische Auseinandersetzung?

«□ JA □ NEIN □ VIELLEICHT» soll zugleich als Frage und Antwort an die Künstler*innen gehen.
Welche Fragen haben sie umgetrieben? Welche Fragen beschäftigen sie mit Blick in die Zukunft? Wollen sie eine Antwort geben und wenn ja, welche?
Es ist den Kunstschaffenden überlassen, ob sie mit ihrem Werk Fragen stellen oder beantworten, ob sie sich mit einer oder allen Optionen an Antworten auseinandersetzen.
Der Titel öffnet den Raum für künstlerische Auseinandersetzungen und Ideen scheinbar unendlich. Aber ist dem wirklich so? Oder zwingt er die Künstler*innen eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen? Ist eine künstlerische Auseinandersetzung nicht gerade das «VIELLEICHT», um sich der Entscheidung zu entziehen?

zur Ausschreibung

zum Konzept

Bilder und Grundriss Ausstellungsraum

zum Verein Ereignisse Propstei St. Peterzell

 

 

 

Zurück