«weiter»

Klostermauer Wattwil

«weiter» arthur/arthurjunior#2017

Zum erstenmal in der Geschichte schliessen sich die Kunsthalle[n] Toggenburg und Arthur Junior zusammen. 2017 präsentieren sie gemeinsam das mobile Kunstprojekt «weiter».

Beide Vereine haben in den letzten Jahren, bisher unabhängig voneinander, Kunst zu den Menschen im Toggenburg gebracht und diese ausserhalb gängiger Ausstellungsräume inszeniert.
2017 laden sie nun acht KünstlerInnen ins Toggenburg ein. Während drei Wochen, vom 9. bis 29. September 2017, wird an drei spezifischen Orten im unteren, im mittleren und im oberen Toggenburg Kunst gezeigt. Die drei Orte stehen für die Verdichtung der Ausstellungsarbeit der beiden Kunstvereine.

Die Kunstwerke entwickeln sich «en route» und entziehen sich den starren Strukturen eines white cube. Sowohl die Orte, als auch die Wege dazwischen, werden eine anregende Wechselwirkung mit den KünstlerInnen erzeugen.
Ihr Erleben der Wegstrecke, das Ankommen am neuen Ort und der Ort selbst werden ebenso in ihrer Arbeit sichtbar, wie das Einwirken auf den Ort. Damit erhält die Auseinandersetzung der KünstlerInnen auf die örtliche Gegebenheit, wie es für die Ausstellungen der Kunsthalle[n] Toggenburg und von Arthur Junior prägendes Element ist, die weitere Dimension der Bewegung. Sie fliesst in das Kunstprojekt ein und spiegelt sich inhaltlich: Die KünstlerInnen setzen sich mit dem weitgefassten Begriff «Mobilität» auseinander. Es entstehen drei temporäre Treffpunkte in der Region. An den Wochendenden finden zusätzlich ortsspezifische öffentliche Veranstaltungen statt.

Mobilität

Mobilität heute manifestiert sich in unterschiedlichster Art und Weise: Sozial, räumlich und virtuell. Ob als Flüchtlingsstrom in eine bessere Welt, als Luftseilbahn auf den Chäserrugg oder als digitaler Nomade - grenzenlos arbeitend, mit Wi-Fi Zugang. Mobilität scheint in beinahe unbegrenzten Formen aufzutreten. Mobil zu sein heisst, besonders in einer digital vernetzten Welt, empfänglich zu sein – empfänglich für Neues, Besseres. Ebenso fordert die Mobilität von den Menschen eine geistige und körperliche Beweglichkeit. Auf der einen Seite bricht sie soziale Strukturen auf und auf der anderen Seite verstärkt sie die Wahrnehmung über die bestehenden, ungleichen Voraussetzungen. Und da mobil zu sein so alltäglich ist, erzeugen die OrganisatorInnen mit dem Zustand der Unbeweglichkeit am jeweiligen Ausstellungsort, ein Spannungsfeld als Anstoss und Anreiz für die Auseinandersetzung mit dem Thema Mobilität.

 

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